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Operation, Zahnarzt, Arztwechsel? Wichtige Infos für Mitbehandler

Wenn bei Ihnen ein Eingriff, eine zusätzliche oder besondere Behandlung geplant ist, ist es wichtig, den mitbehandelnden Arzt oder Therapeuten über Ihre Krankheit und Therapie zu informieren.

Als MDS-Patient sind Sie wahrscheinlich in den Händen eines Spezialisten. Dieser kennt Ihre Erkrankung, Sie und Ihre Geschichte. Vielleicht haben Sie auch einen Hausarzt, der Sie seit vielen Jahren begleitet und Ihnen im Alltag bei der Bewältigung Ihrer Erkrankung zur Seite steht.

Doch manchmal werden Sie vielleicht auch Ärzte zu Rate ziehen müssen, die Sie noch nicht kennen. Etwa, wenn ein besonderer Eingriff, eine Spezial­untersuchung oder eine Operation ansteht. In diesen Fällen ist es wichtig, dass Sie den behandelnden Arzt über Art und Verlauf Ihrer Erkrankung und Therapie in Kenntnis setzen, damit er dies bei der geplanten Behandlung berücksichtigen kann. Folgende Aspekte können dabei eine Rolle spielen.

Erhöhtes Blutungsrisiko

Bei MDS aber auch bei anderen Erkrankungen des Knochenmarks und Blutes kann es zu einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) kommen. Diese sind beim Gesunden dafür verantwortlich, dass nach einer Verletzung das Blut gerinnt und die Blutung zum Stillstand kommt. Sind zu wenige Thrombozyten im Blut vorhanden, ist die Gerinnungsfähigkeit des Blutes eingeschränkt. Wenn bei Ihnen ein Mangel an Blutplättchen (sogenannte Thrombozytopenie) vorliegt, ist dies eine sehr wichtige Information für jeden Arzt, der Sie behandelt. Dies gilt vor allem für operative Eingriffe, kann aber auch bei der Verschreibung von Medikamenten wichtig sein. Auch was Sport, Bewegungs- oder Physiotherapie angeht, kann es sinnvoll sein, den Therapeuten über Ihre Erkrankung und Therapie in Kenntnis zu setzen, um das Verletzungsrisiko gering zu halten.

Erhöhtes Infektionsrisiko

Auch eine weitere Gruppe von Blutzellen kann durch Erkrankungen des blutbildenden Systems verändert sein. MDS können zum Beispiel dazu führen, dass zu wenig funktionstüchtige weiße Blutkörperchen im Knochenmark gebildet werden. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern, sodass die Betroffenen häufig eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen haben.

Diese Information ist nicht nur wichtig für bevorstehende Operationen, zahnärztliche oder kieferortho­pädische Behandlungen oder körperliche Eingriffe anderer Art wie z. B. Piercing und Tätowierungen, sondern auch bei stationären Krankenhausaufenthalten, Auslandsreisen, Kontakt zu Tieren etc.

Geringere Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit

Ein häufiges Symptom von MDS oder anderen Erkrankungen des Knochenmarks ist die Blutarmut (Anämie), ein Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der zu Transfusionspflichtigkeit führen kann. Liegt bei Ihnen eine Anämie vor und/oder erhalten Sie regelmäßig Transfusionen, sollten Sie den behandelnden Arzt oder Therapeuten darüber in Kenntnis setzen. Zum Beispiel um zu vermeiden, dass die Anämie durch einen weiteren Blutverlust verstärkt wird oder um ggf. Ihre eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit berücksichtigen zu können.

Neben- und Wechselwirkungen der Therapie

Vor jeder Behandlung oder jedem Eingriff sollten Sie den behandelnden Arzt über Ihre derzeitige Therapie informieren. Welche Medikamente nehmen Sie ein oder haben Sie kürzlich eingenommen, haben Sie sich besonderen Therapiemaßnahmen unterzogen, wie zum Beispiel einer Bluttransfusion, haben Sie eine Stammzelltransplantation erhalten? Dies gilt auch für alternativmedizinische Verfahren und Medikamente und ist wichtig, damit Ihr Arzt Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, die durch den Einsatz bestimmter Medikamente auftreten können, einschätzen und einplanen kann.

Quellen:

  1. ZWP Online, http://www.zwp-online.info/de/fachgebiete/dentalhygiene/parodontologie/der-infektionsgefaehrdete-patient-was-der-zahnarzt-wissen-s (zuletzt besucht am 15.05.2019).
  2. Patientenbroschüre des Instituts für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn, https://www.ihph.de/hygienetipps-immunsupprimiert.pdf (zuletzt besucht am 15.05.2019).
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