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Die Dokumentation Ihrer Therapie ist sinnvoll

Damit Sie sich selbst und Ihrem behandelnden Arzt stets einen besseren Überblick über alle Therapiemaßnahmen und Bluttransfusionen ermöglichen, ist eine sorgfältige Dokumentation sinnvoll. Ein Transfusionspass oder ein Therapietagebuch könnten eine zusätzliche Unterstützung sein.

Die Dokumentation Ihrer Therapie Bei chronischen Störungen der Blutbildung sind Bluttransfusionen ein wichtiger Teil der Therapie und müssen regelmäßig durchgeführt werden. Zu den chronischen Störungen der Blutbildung zählen beispielsweise die Sichelzellkrankheit, die Thalassämie oder das myelodysplastische Syndrom (MDS).

Die Kontrolle des Therapieverlaufes: bei Bluttransfusionen besonders wichtig

Wenn Sie wiederholt Blut oder Erythrozytenkonzentrate erhalten, wird Ihnen zugleich das im roten Blutfarbstoff enthaltene Eisen in größerer Menge zugeführt. Das zu viel zugeführte Eisen kann vom Körper nicht vollständig verwertet oder ausgeschieden werden. Daher bringen wiederholte Bluttransfusionen früher oder später eine Eisenüberladung mit sich. Bereits nach 20 Transfusionen kann es im Körper zu einer gefährlichen Anhäufung von Eisen kommen und besteht somit die Gefahr, dass sich das Eisen in Organen ablagert und auf Dauer zu deren Schädigung führt. [1,2]

Wenn Sie regelmäßig Bluttransfusionen erhalten, werden deshalb Ihre Blutwerte ebenfalls regelmäßig kontrolliert. Bei Bedarf verordnet Ihnen der Arzt sogenannte Eisenchelatoren, um das überschüssige Eisen aus dem Körper zu entfernen.

Ein Transfusionspass ist für die Therapiekontrolle ein sinnvolles Dokument, denn in ihm können alle wichtigen Daten zu Ihrer Erkrankung, zu den Transfusionen und zum Behandlungsverlauf notiert werden.

Der Transfusionspass: wichtiges Dokument zur Therapiekontrolle

Im Transfusionspass wird neben Ihren persönlichen Daten die korrekte Bezeichnung Ihrer Grunddiagnose vermerkt. Außerdem werden sonstige wichtige Daten wie AB0-Blutgruppe, Rh-Faktor und Rh-Formel, Kell-Blutgruppe und irreguläre Antikörper sowie bekannte Allergien verzeichnet. Und natürlich werden alle Transfusionen und Laborwerte eingetragen. Somit kann sich der behandelnde Arzt einen raschen Überblick über Ihre Erkrankung, Ihre Therapie und den Verlauf der Behandlung verschaffen. Es ist also wichtig, den Transfusionspass immer auf dem Laufenden zu halten und zu jedem Arztbesuch mitzunehmen.

Einfache Eigenkontrolle: Therapietagebuch oder Medikamenten-App

Regelmäßig Medikamente einzunehmen oder Arzttermine zu planen, ist für manche eine kleine logistische Herausforderung. Damit Sie Tabletten und Termine nicht vergessen, gibt es heute die Möglichkeit Patiententagebücher und Medikamenten-Apps zu nutzen. Zum einen können Sie Daten wie z. B. Angaben über Ihre Symptome eingeben und so nachvollziehen, ob es Ihnen im Verlauf der Therapie besser oder schlechter geht. Und Sie können sich mit einem Signal an die Einnahme Ihrer Medikamente erinnern lassen. [3,4]

Mithilfe des Transfusionspasses und der kleinen Helfer wie Therapietagebücher oder Medikamenten-Apps können Sie sich selbst und auch Ihren behandelnden Arzt immer auf dem aktuellen Stand der Behandlung halten.

Autor: Dr. Ruth Wissler

Quellen:

[1] Nielsen: Therapieoptionen bei Eisenüberladungserkrankungen. Unimed Science Verlag, 1. Auflage 2006.
[2] Iron Health Alliance. Pathophysiologie der Eisenüberladung, http://www.ironhealthalliance.com/professionals/iron-overload/pathophysiology/ (zuletzt besucht am 14.01.2016).
[3] Elektronische Tagebücher: Piepton erinnert an Medikamente, http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=4204 (zuletzt besucht am 14.01.2016).
[4] Erinnerungshelfer für Medikamente, http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/erinnerungshelfer-fuer-medikamente-nie-mehr-pille-vergessen-a-910290.html (zuletzt besucht am 14.01.2016).

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