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Transfusionspflichtige MDS: Wichtige Dokumente für die Reise

Vor einer Reise gibt es immer einiges zu bedenken. Für MDS-Patienten, die regelmäßig Transfusionen erhalten, ist eine gute Planung besonders wichtig.

Welche Dokumente sind für Transfusionspatienten auf Reisen unentbehrlich?Wenn Sie eine längere Reise planen, ggf. sogar ins Ausland, ist es wichtig, dass sie diese im Hinblick auf Ihre Erkrankung und die erforderliche Therapie besonders gut organisieren. Es gibt einige Dokumente, die aktuell sein und die Sie mit sich führen sollten und ggf. kann es sogar sein, dass ein Transfusionstermin in Ihren Urlaubszeitraum fällt. Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Reisepläne – er kann Ihnen wertvolle Tipps geben und ggf. mit Ihnen gemeinsam einen Transfusionstermin am Urlaubsort organisieren.

Medizinische Unterlagen für die Reise

Die folgenden medizinischen Reiseunterlagen können Sie mit Unterstützung Ihres Arztes vor der Reise zusammenstellen:

  • Eine kurze schriftliche Zusammenfassung Ihrer Krankengeschichte, die zum Transfusionsbedarf führte
  • Ihren Transfusionspass mit aktuellen Daten und Laborwerten der letzten Transfusion
  • Eine Liste der Medikamente, die Sie regelmäßig oder bei Bedarf einnehmen
  • Die Verordnung Ihrer Arzneimittel, d. h. eine Kopie der Rezepte
  • Einen internationalen Impfausweis
  • Soweit vorhanden: Allergie-, oder Nothilfepass oder ähnliche Dokumente

Denken Sie auch rechtzeitig daran, dass für manche Reiseländer bestimmte Schutzimpfungen erforderlich sind, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, was in Ihrem Fall notwendig und möglich ist.

Dokumente für Zoll und Security

Wenn Sie mit dem Flugzeug verreisen, sollten Sie sich frühzeitig erkundigen, was Sie mit an Bord nehmen dürfen und was sie überhaupt in das Zielland einführen dürfen. Sollten Sie z. B. Medikamente in Pens oder Spritzen mit sich führen, dann sind hierfür ggf. spezielle Bescheinigungen von Ihrem Arzt erforderlich.
Falls Sie noch weitere Medikamente, insbesondere Schmerzmittel, mit sich führen, sind gerade bei Fernreisen regionale Besonderheiten zu beachten. Für manche Länder ist eine spezielle Genehmigung erforderlich. Zum Beispiel gelten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur besonders strenge Regeln für Schmerz- und Beruhigungsmittel.

Ob es spezielle Anforderungen für die Mitnahme von Medikamenten in Ihr Reiseland gibt, erfahren Sie bei einer Vertretung des betreffenden Landes in Deutschland. Die Adressen der Botschaften und Konsulate finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts.

Dokumente für den Fall der Fälle

Führen Sie möglichst, neben der Medikamentenliste, Ihre Medikamente in der Originalverpackung und mit Beipackzettel mit. Falls Sie Ersatz besorgen müssen und das Arzneimittel im Ausland unter einem anderen Namen auf dem Markt ist, können Ärzte und Apotheker hier den Medikamentenwirkstoff ablesen.

Bei Reisen ins Ausland kann es nützlich sein, die Unterlagen in englischer Sprache dabei zu haben, und wichtige Begriffe (Arzt, Apotheke, Krankheitssymptome, Krankenhaus und Bezeichnung Ihrer Erkrankung etc.) auch in der Landessprache zu notieren.
Zusätzlich können eine Übersicht mit den Kontaktdaten Ihres des Arztes sowie Namen, Adressen und Telefonnummern von Ärzten oder Kliniken am Urlaubsort hilfreich sein, falls auf der Reise gesundheitliche Probleme auftreten.

Versicherungsschutz und Kostenübernahme

Besonders wichtig ist Ihr Krankenversicherungsschutz, sodass Sie im Notfall auch an Ihrem Urlaubsort optimal versorgt werden. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, für welche Leistungen diese im Ausland aufkommt. Es gibt Unterschiede zwischen EU-Ländern und nicht EU-Ländern und zusätzlich von Land zu Land. Informationen dazu finden Sie auch bei der Verbindungsstelle Krankenversicherung DVKA.
Eine gesonderte Auslandskrankenversicherung ist in der Regel nicht teuer und kann vor allem bei Reisen in Nicht-EU-Länder sinnvoll sein, durch sie wäre ggf. auch ein Rücktransport an den Heimatort abgesichert.

Falls etwas dazwischenkommt

Abgesehen von gesundheitlichen Themen kann es sinnvoll sein, eine Reiserücktrittversicherung oder eine Reiseabbruchversicherung abzuschließen.
Achten Sie vor allem darauf, dass Ihr Versicherer keine Einschränkungen macht bei gesundheitlichen Problemen, die durch Ihre bereits bestehende Erkrankung bedingt sind, oder für diese sogar den Versicherungsschutz ausschließt.
Führen Sie auch diese Dokumente leicht auffindbar mit sich.

Quellen:

  1. Website des Auswärtigen Amts https://www.auswaertiges-amt.de/de/aamt/auslandsvertretungen-node (zuletzt besucht am 24.7.2018)
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