Ein Service der Novartis Pharma GmbH.
Login für Fachkreise

Welche Dokumente sind für Transfusionspatienten auf Reisen unentbehrlich?

Gesunde Urlauber denken bei der Reiseplanung an Ausweispapiere oder Versicherungen. Für Patienten mit routinemäßigen Transfusionen können zusätzlich spezielle Dokumente zu ihrer Erkrankung und ihren Medikamenten sinnvoll sein.

Welche Dokumente sind für Transfusionspatienten auf Reisen unentbehrlich?Wer als Transfusionspatient den Urlaub zuhause verbringt, hat seine nötigen Dokumente in der Regel rasch zur Hand. Bei Reisen – und sei es im eigenen Land – sollten Sie alle wichtigen Dokumente einschließlich Ausweispapieren oder Versicherungsnachweis griffbereit im Gepäck haben. Insbesondere wenn Sie wiederholt Transfusionen erhalten und regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie Unterlagen parat haben, die Ihre Erkrankung und die erforderliche Behandlung belegen. Hierzu zählen beispielsweise Ihr Transfusionspass oder Unterlagen zu Ihrer Erkrankung, die routinemäßige Transfusionen nötig macht.

Medizinische Unterlagen für die Reise

Die folgenden medizinischen Reiseunterlagen können Sie mit Unterstützung Ihres behandelnden Arztes zusammenstellen:

  • Eine kurze schriftliche Zusammenfassung Ihrer Krankengeschichte, die zum Transfusionsbedarf führte
  • Ihren Transfusionspass mit aktuellen Daten und Laborwerten der letzten Transfusion
  • Eine Liste der einzunehmenden Medikamente, u. a. Chelatbildner gegen Eisenüberladung
  • Die Verordnung Ihrer Arzneimittel, d. h. eine Kopie der Rezepte
  • Einen mehrsprachigen Nothilfe-Pass oder einen internationalen Impfausweis

Sollten Sie außerdem Medikamente mitführen, für die besondere Anforderungen gelten – wie beispielsweise Arzneimittel in Pens oder Spritzen –, dann sind hierfür eventuell spezielle Ausweise sowie eine gesonderte Bestätigung durch den Arzt empfehlenswert.

Bei Reisen ins Ausland kann es nützlich sein, die Unterlagen in englischer Sprache dabei zu haben und wichtige Begriffe (Arzt, Apotheke, Krankheitssymptome, Krankenhaus und Bezeichnung Ihrer Erkrankung etc.) auch in der Landessprache zu notieren.

Zusätzlich können eine Übersicht mit den Kontaktdaten Ihres des Arztes sowie Namen, Adressen und Telefonnummern von Ärzten oder Kliniken am Urlaubsort hilfreich sein, falls auf der Reise gesundheitliche Probleme auftreten. Wenn Sie Ihren Urlaub wiederholt am selben Ort verbringen und evtl. dort Ihre routinemäßige Transfusion erhalten, kann es auch sinnvoll sein, dass Ihr behandelnder Arzt direkten Kontakt mit den örtlichen Spezialisten oder Kliniken aufnimmt.

Medikamentenliste für die Reise

Eine Übersicht der einzunehmenden Medikamente in Form einer Liste, die z. B. auch den gegen Eisenüberladung wichtigen Chelatbildner aufführt, erleichtert die Kommunikation mit Ärzten oder Apothekern. Es ist von Vorteil, wenn Sie außerdem Ihre Medikamente in der Originalverpackung und inklusive Beipackzettel mitnehmen. Denn hieraus sind neben dem Namen des Medikaments auch der Wirkstoff sowie die Dosis ersichtlich. Falls Sie Ersatz besorgen müssen und das Arzneimittel im Ausland unter einem anderen Namen auf dem Markt ist, können Ärzte und Apotheker anhand des Wirkstoffes erkennen, welches Medikament Sie brauchen.

Bestätigung zur Medikamentenmitnahme

An manchen Landesgrenzen kontrolliert der Zoll genau, was Sie an Medikamenten mitführen, denn je nach Präparat können im Urlaubsland Einfuhrbeschränkungen oder gar -verbote gelten. Reisen in Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens, zu denen fast alle europäischen Länder gehören, sind diesbezüglich meist unproblematisch.

Eine Bestätigung zur Medikamentenmitnahme kann helfen Missverständnisse bei der Ein- oder Ausreise zu vermeiden, vor allem in Staaten, die sich außerhalb des Schengen-Raums befinden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät, bei Reisen in Nicht-Schengen-Ländern grundsätzlich die jeweilige diplomatische Vertretung zu befragen, wie die Mitnahme von Medikamenten geregelt ist. Sie erhalten bei der Botschaft oder dem Konsulat bezüglich der aktuellen Einfuhrbestimmungen und notwenigen Bestätigungen Auskunft.

Versicherungsschutz und Kostenübernahme

Klären Sie mit Ihrer Krankenkasse vor Reiseantritt, ob Ihr Krankenversicherungsschutz auch im Zielland oder dem Durchreiseland gültig ist. Speziell die Kostenübernahme einer eventuell nötigen Transfusion, oder anderen Therapiemaßnahmen im Rahmen Ihrer Erkrankung, sollten Sie mit Ihrem Versicherer besprechen. Wenn Sie eine Reise-Krankenversicherung abschließen, sollten Sie nachfragen, ob die Versicherung auch Ihre bestehende Erkrankung einschließt, die eventuell Transfusionen und andere Behandlungen notwendig macht.

Gegebenenfalls müssen Sie sich für den Krankenversicherungsschutz und eine Reise-Krankenversicherung Ihre Reisefähigkeit vom Arzt bescheinigen lassen. Alle Versicherungsdokumente sollten Sie zusammen mit Ihren übrigen Dokumenten so aufbewahren, dass Sie sie im Bedarfsfall schnell griffbereit haben.

Quellen:

  1. Gesundes Reisen, http://www.gesundes-reisen.eu (zuletzt besucht am 28.05.2015).
  2. Das Diabetes Informationszentrum, http://www.diabetes-informationszentrum.de (zuletzt besucht am 19.07.2015).
  3. BFArM Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, http://www.bfarm.de (zuletzt besucht am 19.07.2015).
  4. CDC Centers for Disease Control and Prevention, http://www.cdc.gov (zuletzt besucht am 19.07.2015).
Diese Seite teilen:

Medizinischer Infoservice

 

Bei medizinischen Fragen, Nebenwirkungsmeldungen oder Reklamationen zu unseren Produkten kontaktieren Sie bitte den Novartis Pharma Infoservice.

 

Telefon: 0911 273 12100 / Fax: 0911 273 12160

 

Der medizinische Infoservice ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.