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Sommerwetter: Tipps zum Umgang mit Hitze

Sonniges Sommerwetter ist einfach herrlich! Allerdings können anhaltende Temperaturen um 30 Grad für chronisch Kranke zur Belastung werden. Aber es gibt verschiedene Möglichkeiten sich an heißen Tagen Abkühlung zu verschaffen.

Eine Familie am StrandDas Sommerwetter scheint immer zu Diskussionen Anlass zu geben: Bei anhalten kühlen Regentagen wünschen sich alle echte Sommertemperaturen. Steigt das Thermometer dann tagsüber aber für eine längere Zeit auf 30° C und sinken die Temperaturen nachts nicht unter 20° C, so stöhnen viele unter der Hitze und hoffen auf kühlere Tage.

Gesunden Menschen, die auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und anstrengende Aktivitäten bei Hitze möglichst vermeiden, bereiten Hitzeperioden im Allgemeinen keine Probleme. Chronisch kranke Menschen können jedoch empfindlicher auf große Wärme reagieren. Für sie ist es daher besonders wichtig, bei hochsommerlichen Temperaturen für ausreichend Abkühlung zu sorgen.

Tipps und Verhaltensempfehlungen für Hitzeperioden1

Angepasste Essgewohnheiten
Fettiges und üppiges Essen mit viel Fleisch und Wurst kann schwer im Magen liegen. Denn die Verdauung tierischer Fette belastet bei Hitze den Körper zusätzlich, weil er viel Energie hierfür aufwenden muss. Deshalb ist es besser auf Schnitzel und Bratwurst zu verzichten. So sollte man seine Essgewohnheiten an die Sommerhitzen anpassen und vor allem leichte Kost in kleineren Portionen verzehren: Salat, Obst und Gemüse. Pflanzliche Lebensmittel, die viel Flüssigkeit enthalten, sind bei hohen sommerlichen hervorragend geeignet, wie zum Beispiel Ananas, Wassermelonen, Tomaten und Gurken. Kalte Suppen aus Gemüse wie Gurkensuppe, Gazpacho, Avocado- oder Tomatensuppe oder Kaltschalen bzw. –suppen aus Beeren und Obst sorgen nicht nur für Flüssigkeit, sondern gleichen außerdem den Mineralstoffverlust durch das Schwitzen aus.

Angepasste Flüssigkeitszufuhr
Ausreichend zu trinken ist bei hochsommerlichen Temperaturen besonders wichtig, um die mit dem Schwitzen verlorene Flüssigkeit und Mineralstoffe (z.B. Natrium, Magnesium) zu ersetzen. Bis zu drei Liter am Tag können sinnvoll sein, idealerweise in Form von Mineralwasser sowie verdünnten Obst- und Gemüsesäften. Eine besondere Erfrischung kann lauwarmer Pfefferminztee bieten, denn die Moleküle des Menthols stimulieren beim Menschen die selben Rezeptoren, die auf Kälte reagieren.2 Weniger gut geeignet sind dagegen alkoholische oder koffeinhaltige Getränke, denn sie weiten die Gefäße und begünstigen somit Kreislaufprobleme. Zwar ist es verlockend Getränke eiskalt zu genießen, doch es ist besser sie lauwarm zu trinken. Denn um die kalte Flüssigkeit zu erwärmen, wird der Stoffwechsel aktiviert. Die Folge: Wir schwitzen noch mehr. Das Gleiche passiert auch, wenn wir sehr heiße Getränke zu uns nehmen.

Kühlendes Nass von Außen
Solange man nicht zu trockener Haut neigt, kann mehrmals tägliches Abduschen erfrischend sein. Bei empfindlichen Menschen können schnelle Temperaturwechsel allerdings Kreislaufprobleme zur Folge haben. Deshalb ist es besser beim Duschen lauwarm zu beginnen und das Wasser allmählich kühler einstellen. Eine schnelle Alternative hierzu: Die Haut regelmäßig mit nicht zu kaltem Wasser benetzen, z. B. Wasser über die Innenseite der Handgelenke laufen lassen oder sich ein kühles Unterarm- oder Fußbad gönnen.

Aktivitäten im Freien:
Übermäßige körperliche Aktivitäten können bei Hitze Herz und Kreislauf belasten. Doch sich nicht zu bewegen ist auch nicht ideal, schließlich bringt Bewegung unseren Kreislauf in Schwung. An heißen Tagen ist es ratsam sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgenstunden oder den späten Abend zu legen. Wer bei Sommerhitze nach draußen geht, schützt sich am besten mit einer Kopfbedeckung heller, locker sitzender Kleidung vor Sonne und Hitze.

Aufenthalt in Innenräumen:
Wer zu Kreislaufproblemen neigt, sollte sich an heißen Tagen möglichst in kühlen Innenräumen aufhalten, insbesondere während der Mittagsstunden. Klimaanlagen und Ventilatoren können zwar für angenehmere Temperaturen sorgen, aber auch das Risiko einer Sommererkältung mit sich bringen. Um Räume kühl zu halten, sollten Fenster geschlossen bleiben und am besten zusätzlich mit Rollläden oder Vorhängen geschützt werden. Eine Lüftung ist morgens und abends bzw. über Nacht sinnvoll.

Trotz Hitze gut schlafen:
Anhaltende Hitze raubt im Hochsommer vielen nachts den Schlaf, insbesondere wenn die Nachttemperaturen nicht unter 20°C fallen. Ein Patentmittel gegen hitzebedingte Schlaflosigkeit gibt es leider nicht. Es empfiehlt sich, das Schlafzimmer den ganzen Tag über abzudunkeln, nur mit Bettlaken statt Bettdecke zu schlafen und nachts das Fenster zu öffnen, damit die Luft zirkulieren kann. Feuchte Tücher vor die Fenster zu hängen, bringt dagegen wenig, denn sie behindern den Luftaustausch.

Vielleicht kann es auch helfen, sich gedanklich bzw. ‚innerlich’ abzukühlen: Denn in unseren Breitegraden geht jede tropische Hitzewelle vorüber. Sobald es wieder kühl und regnerisch ist, wünschen sich viele wieder Sommerwetter.

Quellen:

[1] Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen: Gesundheitliche Auswirkungen von Hitze. http://www.hitze.nrw.de/index.html (zuletzt besucht am 26.06.2017).
[2] Tagessspiegel Wissen: Warum kühlt Pfefferminztee? http://www.tagesspiegel.de/wissen/aha-warum-kuehlt-pfefferminz/1147302.html zuletzt besucht am 26.06.2017).
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