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Ihre Therapieadhärenz unterstützt den Behandlungserfolg langfristig

Ihre Therapieadhärenz (Therapietreue) spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung der Eisenüberladung. Indem Sie Ihre Medikamente regelmäßig einnehmen und zu den Kontrolluntersuchungen gehen, unterstützen Sie Ihren Behandlungserfolg auf Dauer.

Transfusionspflichtige Patienten, die regelmäßig Blutkonserven (Erythrozytenkonzentrate) benötigen, erhalten mit jedem Erythrozytenkonzentrat (EK) gleichzeitig etwa 250 mg Eisen. Da täglich nur 1-2 mg Eisen mit abgeschilferten Darm- und Hautzellen verloren gehen, ist die mit den EK-Transfusionen zugeführte Menge erheblich größer als der tägliche Eisenbedarf. Der Körper kann dieses überschüssige Eisen nicht aktiv ausscheiden. So kann sich mit der Zeit das Eisen im Organismus ablagern: eine Eisenüberladung entsteht. [1]

Das abgelagerte Eisen kann verschiedene Organe, wie z. B. Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse oder Knochenmark, schädigen. Wird das Eisen jedoch durch Medikamente wie Eisenchelatoren gebunden und ausgeschieden, können Organschäden verhindert werden. [1]

Ihre Therapieadhärenz kann Organschäden vorbeugen

In der medizinischen Fachsprache wird die Therapietreue des Patienten auch als Therapieadhärenz bezeichnet. Hiermit ist gemeint, dass Patienten sich an die mit dem Arzt vereinbarten Therapiemaßnahmen halten. Wenn Sie also Ihre Medikamente von Anfang an konsequent einnehmen und regelmäßig Ihre Behandlungs- und Kontrolltermine wahrnehmen, können Sie Organschäden aktiv vorbeugen. Und gleichzeitig tragen Sie entscheidend zum Behandlungserfolg ihrer Erkrankung bei.

Wissenswertes zur Behandlung mit Eisenchelatoren

Die Wirkung von Eisenchelatoren beruht auf deren dauerhafter Anwendung. Denn ein Eisenchelator kann seine Funktion nur erfüllen, wenn eine anhaltende Konzentration des Wirkstoffs im Blut besteht. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie den Eisenchelator langfristig konsequent einnehmen.[1]

Ihr Arzt errechnet für Sie eine individuelle Medikamentendosis. Dabei berücksichtigt er verschiedene Faktoren wie beispielsweise Ihr Körpergewicht und den Grad Ihrer Eisenüberladung. [2] Deshalb sollten Sie sich exakt an die verordnete Dosierung halten und diese nicht verändern. Denn sonst kann es sein, dass die Therapie nicht wie vorgesehen wirkt.

Ohne Absprache mit Ihrem Arzt sollten Sie Ihre Therapie auch nicht abbrechen, wenn Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Therapie auftreten.

Warum brechen Patienten brechen ihre Therapie ab?

Nur rund 50 % aller Patienten mit chronischen Erkrankungen sind therapieadhärent, d.h. sie nehmen ihre Medikamente wie vereinbart ein. Die übrigen Patienten nehmen ihre Medikamente entweder gar nicht oder zum falschen Zeitpunkt ein.[3]
Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Patienten ihre Medikamente nicht einnehmen. Möglicherweise geht es ihnen besser und sie halten die Behandlung deshalb für überflüssig. Oder sie sind nicht ausreichend über den Umgang mit dem Medikament oder die Folgen eines Therapieabbruchs informiert. Auch die Angst vor Nebenwirkungen kann zum Abbruch der Behandlung führen. Manche Patienten vergessen die Einnahme des Medikamentes schlichtweg. [3]

Allgemeine Tipps für die regelmäßige Medikamentenanwendung

Wenn Sie Ihr Medikament regelmäßig einnehmen, tragen Sie entscheidend zum Erfolg der Behandlung bei.

    Tipps, die es Ihnen erleichtern Ihre Medikamente konsequent einzunehmen:

  • Fixer Zeitpunkt im Tagesablauf: Nehmen Sie Ihre Medikamente immer zur gleichen Zeit ein und/oder verbinden Sie die Einnahme mit festen Zeitpunkten der Tagesroutine, z. B. immer nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen.
  • Technische Hilfsmittel: Lassen Sie sich mittels Wecker bzw. Handy oder Uhr mit Alarmfunktion an die Einnahme erinnern.
  • Tablettenbox: Nutzen Sie eine Tablettenbox, wenn Sie neben dem Eisenchelator noch andere Medikamente einnehmen müssen. Diese wird für mehrere Tage im Voraus mit den notwendigen Arzneimitteln befüllt und Sie erkennen es sofort, wenn Sie eine Einnahme vergessen haben.
  • Therapietagebuch: Notieren Sie für jede Einnahme Datum, Zeitpunkt, Medikament und Dosis. So behalten Sie den Überblick. Es werden auch vorgedruckte Therapietagebücher angeboten.
  • Medikamentenvorrat: Sie sollten immer eine ausreichende Menge an Medikamenten bzw. ein Rezept vorrätig haben, insbesondere vor Urlauben oder langen Wochenenden.

Auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind Bestandteil der Therapieadhärenz

Da eine Eisenüberladung Anfangs keine erkennbaren Symptome hervorruft, ist neben einer konsequenten Einnahme der Medikamente die regelmäßige ärztliche Kontrolle ein wichtiger Baustein Ihrer Therapie mit Eisenchelatoren. Denn Beschwerden treten erst auf, wenn sich das Eisen in den Organen abgelagert und diese möglicherweise schon geschädigt hat.
Sie sollten deshalb die vereinbarten Untersuchungstermine wahrnehmen. Ihr Arzt prüft dabei, wie gut die Behandlung anspricht und kann diese – wenn nötig – an Krankheitsverlauf anpassen. Zudem kann er eventuelle Organschädigungen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen einleiten.

Mit Ihrer Therapieadhärenz können Sie viel zum Erfolg der Behandlung beitragen

Sie können einen entscheidenden Beitrag zu Therapieerfolg leisten, indem Sie Ihre Behandlung wie mit dem Arzt verabredet durchführen. Sollten Sie Fragen zur Behandlung haben oder möchten Sie wissen, wie Sie die Therapie am besten einhalten können, dann sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf dieses Thema an.

Autor: Dr. Ruth Wissler

Quellen:

  1. Broschüre „Transfusionsbedingte Eisenüberladung bei Patienten mit myelodysplastischem Syndrom oder aplastischer Anämie“ der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe (DLH https://www.leukaemie-hilfe.de/nc/download-informationen.html?tx_drblob_pi1%5BdownloadUid%5D=76 (zuletzt besucht am 25.07.2017).
  2. Berben L, de Geest S. Interventionen zur Verbesserung der Adhärenz. http://www.oraletumortherapie.ch/fileadmin/user_upload/pdfdokumente/Literatur/Final_article_SBK_Adherence_S32_33-09_12.pdf. (zuletzt besucht am 25.07.2017).
  3. Fachinformation Exjade® https://www.fachinfo.de/pdf/021225 (zuletzt besucht am 25.07.2017).
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