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Deckung des Eisenbedarfs über die Nahrung

Das Spurenelement Eisen spielt eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl von Körperfunktionen. Zur Deckung seines täglichen Bedarfs ist der Körper auf die Eisenzufuhr über die Nahrung angewiesen.

Im Körper eines Erwachsenen befinden sich zwischen 2,5 und 4 g Eisen. [3]. Eisen spielt z. B. eine Rolle bei der Sauerstoffversorgung der Organe, im Energiestoffwechsel und beim Wachstum von Körperzellen. Der Mensch verliert täglich etwa 1–2 mg Eisen durch natürliche Prozesse wie die Abstoßung von Darm- oder Hautzellen. [2] Diesen Verlust muss er über die Eisenaufnahme mit der Nahrung ausgleichen, um nicht in eine Eisenmangelsituation zu geraten.

Der Körper kann nicht alles Eisen aus der Nahrung verwerten

Mit der Nahrung gelangen durchschnittlich ca. 10–15 mg Eisen in den Körper. [1] Doch der Körper kann nur einen sehr geringen Anteil dieses Eisens aufnehmen. Die sogenannte Absorptionsrate von Eisen aus der Nahrung liegt nach Angaben der Welternährungs- und der Weltgesundheitsorganisation bei gemischter Kost zwischen 5–15 %. Die große Schwankungsbreite ergibt sich daraus, dass Eisen aus tierischen Lebensmitteln besser vom Dünndarm aufgenommen werden kann als solches, das aus pflanzlichen Lebensmitteln stammt. Zudem gibt es zahlreiche Faktoren, die die Aufnahme des Eisens im Darm entweder fördern oder hemmen. [4]

Auf die Mischung kommt es an

Auch die Zusammensetzung einer Mahlzeit kann sich entweder fördernd oder hemmend auf die Eisenaufnahme über den Dünndarm auswirken.

Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelbestandteile, die die Aufnahmen von Eisen hemmen können: [1,2]

  • Oxalsäure (z. B. in Spinat, Kakao, Rhabarber, Mangold)
  • Tannin (z. B. in schwarzem Tee)
  • Phytinsäure (z. B. in Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen)
  • Phosphate (z. B. in Milchprodukten, Käse)
  • Ballaststoffe (z. B. in Vollkornprodukten, Kleie, Müsli)

Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelbestandteile, die die Aufnahmen von Eisen fördern können: [1,2,5]

  • Vitamin C (enthalten z. B. in Hagebutten, Sanddorn, Paprika, Brokkoli, Fenchel, Kiwi und Erdbeeren)
  • Zitronensäure

Zuviel des Guten?

Unter normaler Mischkost ist es in der Regel nicht möglich, allein über die Nahrung Eisen in Mengen aufzunehmen, die weit über dem Bedarf liegen. Die Gefahr einer Eisenüberladung besteht vor allem für Menschen, die aufgrund einer schweren Erkrankung regelmäßig Blutkonserven in Form von Transfusionen erhalten müssen. Denn mit den in der Blutkonserve enthaltenen roten Blutkörperchen wird auch Eisen übertragen, das sich bei wiederholten Transfusionen im Körper des Betroffenen anreichert.

Ebenfalls zu einer Eisenüberladung führen kann eine vererbte Eisenspeicherkrankheit (hereditäre Hämochromatose), bei der es zu einer gesteigerten Eisenaufnahme über den Darm kommt.

In diesen Fällen kann eine eisenarme Diät unterstützend durchgeführt werden, sie kann aber eine Therapie der Eisenüberladung mit beispielsweise Eisenchelatoren keinesfalls ersetzen. [1]

Quellen:

  1. Koula-Jenik: Leitfaden Ernährungsmedizin, Urban und Fischer, 1. Auflage, 2006.
  2. www.eiseninfo.de (zuletzt besucht am 20.07.2015).
  3. http://www.lebensmittellexikon.de/e0000180.php (zuletzt besucht am 20.07.2015).
  4. Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung: http://www.bfr.bund.de/cm/208/zufuhr_von_eisen.pdf (zuletzt besucht am 20.07.2015)
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