Ein Service der Novartis Pharma GmbH.
Login für Fachkreise

Professionelle psychologische Unterstützung bei MDS

Über körperliche Symptome hinaus kann eine Erkrankung wie MDS auch zu psychischer Belastung führen. Es gibt eine Reihe von Angeboten, die Sie als Patient zu Ihrer Unterstützung nutzen können.

Ein Mann und eine Frau sitzen sich in zwei Sesseln gegenüber, die Frau macht Notizen. Die Diagnose einer schweren und chronischen Erkrankung kann die Betroffenen – und auch die Personen in ihrem nahen Umfeld – aus dem seelischen Gleichgewicht bringen. Gefühle wie Angst, Hilflosigkeit, Trauer und Wut können in unterschiedlicher Ausprägung zu jedem Zeitpunkt des Krankheitsverlaufs entstehen. Das ist in einer solchen Ausnahmesituation ganz normal und darf auch so sein. Wenn diese Gefühle jedoch übermächtig werden und Sie oder Ihre Angehörigen zusätzlich und über die Maßen beanspruchen, müssen Sie damit nicht allein fertig werden. Dann kann es vielleicht sinnvoll sein, dass Sie sich professionelle Unterstützung und Hilfe holen.

Welche Angebote gibt es und wie finde ich sie?

Es gibt eine ganze Reihe an Angeboten, je nachdem, ob die Unterstützung z. B. kurz- oder langfristig sein soll, ob es um eine reine Beratung geht oder ob Sie sich langfristig begleiten lassen wollen. Manchmal genügt es, sich einen Impuls oder eine Idee zu holen, manchmal könnte es aber auch wichtig sein, dass Sie sich mit einem psychischen Thema intensiv auseinandersetzen. Ihr behandelnder Arzt ist auf jeden Fall Ihr erster Ansprechpartner, er hat Erfahrung und kann Ihnen Tipps geben, was für Sie persönlich sinnvoll sein könnte. Auch Selbsthilfegruppen und Ihre Krankenkasse können Ihnen ggf. weiterhelfen.

Irgendwas mit „Psycho“: Was genau verbirgt sich hinter den Begriffen?

Es gibt eine ganze Reihe von Berufsgruppen und Institutionen, die psychologische Unterstützung im Bedarfsfall anbieten. Folgende Begriffe bzw. Berufsbezeichnungen werden Ihnen vielleicht bei Ihrer Suche begegnen. Auch wenn alle sehr ähnlich klingen, so haben sie doch unterschiedliche Bedeutung und Schwerpunkte:

  • Psychosoziale Berater beschäftigen sich mit psychischen Problemen und beziehen das soziale Umfeld, wie Familie, Arbeitsplatz etc. mit ein. Häufig gibt es psychosoziale Beratungsstellen in Krankenhäusern oder Reha-Kliniken. Hier bekommen Sie auch Informationen zu weiteren externen Hilfsangeboten.
  • Psychiater sind Ärzte, die sich speziell mit der menschlichen Psyche und ihren Erkrankungen beschäftigen. Psychiater können Medikamente verschreiben und sind häufig auch als Psychotherapeuten tätig.
  • Psychologen haben die menschliche Psyche studiert und beschäftigen sich mit all ihren Aspekten wie z. B. Lernen, Verhalten etc. Sie sind ebenfalls häufig als Psychotherapeuten tätig.
  • Psychotherapeuten sind Ärzte oder Psychologen, aber auch andere Personen, die eine spezielle psychotherapeutische Ausbildung durchlaufen haben. In der Psychotherapie geht es um mittel- bis langfristige intensive Begleitung, z. B. um ein tieferes Verständnis der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt oder auch eine Verhaltensänderung zu bewirken.
  • Psychoonkologen können aus allen genannten Berufsfeldern stammen. Sie sind spezialisiert auf psychische und soziale Fragestellungen, die im Rahmen einer Krebserkrankung auftreten können.

Wann sollten Sie sich psychologische Unterstützung holen?

Hierfür gilt Ähnliches wie für körperliche Beschwerden: dann, wenn die Probleme dauerhaft bestehen und Sie in Ihrem Leben beeinträchtigen. Psychische Probleme sind auch heute noch etwas, was viele Menschen als persönliche Schwäche bewerten und womit man selbst zurechtkommen muss.

Doch genau wie Knochen, Muskeln und Gelenke ist auch die menschliche Psyche nicht unendlich belastbar und braucht in Zeiten höchster Beanspruchung Entlastung und „Pflege“. Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Ihr Leben immer enger und schwerer wird, die Gedanken nicht aufhören wollen zu kreisen oder Sie „in einem tiefen Loch“ sitzen, dann wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt. Er kann Ihnen Informationen dazu geben, wo Sie zeitnah und vor Ort konkrete Hilfe finden können.

Dies gilt im Übrigen auch für Sie als verwandte oder nahestehende Person. Auch für Sie bedeutet die Erkrankung eines geliebten Menschen einen tiefen Einschnitt in das gewohnte Leben. Fragen Sie ggf. nach speziellen Angeboten für Angehörige.

Quellen:

Website des Deutschen Krebsforschungszentrums – Krebsinformationsdienst https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/psychische-unterstuetzung.php (zuletzt besucht am 27.09.2018)
Diese Seite teilen:

Medizinischer Infoservice

 

Bei medizinischen Fragen, Nebenwirkungsmeldungen oder Reklamationen zu unseren Produkten kontaktieren Sie bitte den Novartis Pharma Infoservice.

 

Telefon: 0911 273 12100 / Fax: 0911 273 12160

 

Der medizinische Infoservice ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.