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Bewegung und Sport können die Lebensqualität verbessern

Körperliche Aktivität kann sich positiv auf die Lebensqualität bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) auswirken. Über die geeignete Sportart, den richtigen Zeitpunkt und das Ausmaß sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Bewegung und Sport können die Lebensqualität verbessern„Sollte ich meinen Körper nicht eher schonen, anstatt ihn durch Sport zusätzlich zu belasten, wenn ich an MDS erkrankt bin?“, werden Sie sich vielleicht fragen. Hierauf kann es keine pauschale Antwort geben. Doch ein auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasstes Bewegungsprogramm kann viele positive Effekte haben.

Was bringt körperliche Aktivität bei MDS?

Bewegung, vor allem an der frischen Luft, fördert die Durchblutung und versorgt den Körper mit Sauerstoff. Dies kann chronische Müdigkeit, die bei MDS häufig vorkommt, lindern. Regelmäßige körperliche Aktivität kräftigt die Muskulatur und kann Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken. Außerdem werden sogenannte Glückshormone (Endorphine) freigesetzt, deren stimmungsverbessernde Wirkung auch noch nach dem Sport anhält. Aktiv zu sein kann das Selbstvertrauen in den eigenen Körper und damit auch das Selbstwertgefühl fördern. Hinzu kommt die soziale Funktion, denn viele Sportarten lassen sich gemeinsam mit anderen Menschen ausüben.

Welche Sportarten sind besonders geeignet?

Vor allem Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern oder Nordic Walking können Ihnen dabei helfen, Ihre körperliche Leistungsfähigkeit auf sanfte Art und Weise zu erhalten oder schrittweise wiederherzustellen. Die körperliche Belastung lässt sich bei diesen Sportarten gut steuern und an die individuelle Leistungsfähigkeit anpassen. Gymnastik und gezielte Kräftigungsübungen können die Muskulatur erhalten oder stärken.

Worauf müssen Sie achten?

Bei körperlicher Aktivität sollten Sie Überbeanspruchungen und Verletzungen vermeiden. Das gilt vor allem dann, wenn Sie einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten) haben, da in diesem Fall eine erhöhte Blutungsgefahr besteht. Sportarten, bei denen es zu Schlägen oder Stößen kommen kann, wie Fußball, Handball, Volleyball oder Kampfsportarten, sollten Sie, wenn überhaupt, nur in abgeschwächter Form betreiben. Auch beim Ausdauersport oder bei Kraftübungen sollten Sie es nicht übertreiben. Es kann z. B. sinnvoll sein, eine „Pulsuhr“ zu verwenden, die Ihre Herzfrequenz während der Aktivität misst, und Sie so dabei unterstützt, in einem gesundheitsfördernden Bereich zu trainieren.

Patienten mit MDS haben nicht selten ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb sollten Sie auch bei sportlichen Aktivitäten darauf achten, dass Sie sich keinem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen. Verzichten Sie auf Gruppensportarten oder auch auf Schwimmbad- und Saunabesuche, vor allem zur „Erkältungszeit“.

Fragen Sie Ihren Arzt

Wenn Sie sich zukünftig sportlich betätigen möchten oder dies bereits tun, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Da dieser Ihre gesundheitliche Situation genau kennt, kann er Auskunft darüber geben, welches Bewegungspensum und welche Art der Bewegung für Sie geeignet und sinnvoll sind.

Quellen:

  1. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Sport und Bewegung: Unterstützung für Krebspatienten. https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/sport-nach-krebs.php (zuletzt besucht am 20.04.2018).
  2. Techniker Krankenkasse. Broschüre: Sport als Therapie http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/233600/Datei/2383/TK-Broschuere-Sport-als-Therapie.pdf. (zuletzt besucht am 20.04.2018).
  3. Website der Deutschen Krebshilfe e. V. https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/ihr-krebsrisiko-senken/bewegung-und-krebs/bewegung-gegen-krebs/bewegung-und-sport-bei-krebs/ (zuletzt besucht am 20.04.2018).
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