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Einnahme von Medikamenten – das sollten Sie beachten

Damit Medikamente wirken können, müssen sie eingenommen werden wie vom Arzt verordnet. Darüber hinaus gibt es weitere Faktoren, die dazu beitragen, dass die Arzneimitteltherapie so wirksam und sicher wie möglich ist.

Einnahme von Medikamenten – das sollten Sie beachtenEin Beispiel: Frau R. möchte sich in der Apotheke ein Mittel gegen Sodbrennen holen. Auf die Frage der Apothekerin, ob sie noch andere Medikamente einnehmen würde, überlegt Frau R. Doch der Name des Medikaments, das sie wegen ihrer Anämie einnimmt, will ihr auf die Schnelle nicht einfallen.

Medikamente können untereinander Wechselwirkungen haben

Wie Frau R. geht es vielen Patienten. Vor allem multimorbide Patienten, also Patienten, die unter mehreren Erkrankungen leiden, müssen oft viele Medikamente einnehmen. Umso mehr Medikamente es werden, desto eher kann es zu Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten kommen. [1,2] Das kann zum Beispiel bedeuten, dass die Wirkung eines Medikaments durch die Wechselwirkung mit einem anderen Medikament verstärkt oder abgeschwächt wird. [3]

Auch die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen, also unerwünschte Nebeneffekte der Behandlung, steigt. [4] Und je mehr Schachteln und Fläschchen es werden, desto unübersichtlicher wird die gesamte Therapie. Für den nächsten Besuch beim Arzt und in der Apotheke hat sich Frau R. deshalb vorgenommen, eine vollständige Liste mit all ihren Medikamenten bei sich zu tragen, damit der Arzt und der Apotheker prüfen können, ob sich das Präparat mit ihren bisherigen Medikamenten verträgt.

Mit einer Medikamenten-Liste den Überblick behalten

Es lohnt sich also, wenn Sie eine Medikamentenübersicht – sowohl der verschreibungspflichtigen als auch der frei erhältlichen Präparate – erstellen, die Sie einnehmen. Legen Sie diese nicht nur in der Apotheke, sondern auch bei jedem Arztbesuch vor. Ihr Arzt kann Ihre gesamte Arzneimitteltherapie dann regelmäßig überprüfen. Auch mögliche neue Beschwerden kann der Arzt schneller als Neben- oder Wechselwirkungen erkennen, wenn er weiß, was Sie alles einnehmen. [5] Wichtig ist, dass Sie diese Liste immer aktuell halten!

Die richtige Einnahme der Medikamente ist entscheidend

Viele Medikamente müssen unter speziellen Bedingungen eingenommen werden, damit sie Ihre volle Wirkung entfalten können, z. B. vor oder nach dem Essen. Auch die Dauer der Anwendung und die Dosis sind von Bedeutung. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, die Hinweise, die dazu in der Packungsbeilage stehen, genau einzuhalten – es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen andere Einnahmeanweisungen gegeben. [5]

Medikamente richtig aufbewahren

Neben der Anwendung spielt auch die Lagerung der Medikamente eine Rolle. So können sich einige Arzneimittel zum Beispiel bei Temperaturen über 20 °C in Bezug auf ihre Haltbarkeit und Wirkung verändern. Nur wenn Medikamente sachgerecht gelagert werden, ist eine sichere Anwendung gewährleistet.

Informieren Sie sich daher bei Ihrem Arzt oder Apotheker, wie Sie die Medikamente zuhause am besten aufbewahren.

Falls Sie Medikamente beispielsweise im Auto oder in der Handtasche dabei haben, denken Sie daran, dass beispielsweise durch Sonneneinstrahlung die Temperatur stark ansteigen kann.

Müssen mehrere Personen im Haushalt Medikamente einnehmen, kann es hilfreich sein, die Medikamente getrennt zu lagern oder die Packungen entsprechend zu beschriften, um Verwechslungen zu vermeiden. [6]

Akute Erkrankungen können die Therapie beeinflussen

Hätte sich das Sodbrennen von Frau R. zu einer Magen-Darm-Grippe entwickelt, wäre es wichtig gewesen, ihren behandelnden Arzt darüber zu informieren. Denn akute Erkrankungen können dazu führen, dass die bestehende Therapie ausgesetzt oder angepasst werden muss. Dazu gehören beispielsweise Erkrankungen, bei denen der Patient nicht ausreichend essen und trinken kann, wie z. B. Magen-Darm-Erkrankungen. [5]

Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine akute Erkrankung Ihre Therapie beeinflusst oder nicht, fragen Sie Ihren behandelnden Arzt.

Eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten für eine sichere Arzneimitteltherapie finden Sie auf der Website der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Autor: Ulrike Ibold
Aktualisiert durch: Dr. Ruth Wissler

Quellen:

[1] Mowitz A., Schröder F., Jaehde U. de Pharmazeutischen Instituts der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität-Bonn: Arzneimitteltherapiesicherheit bei älteren Patienten. Apothekenmagazin 6/2010.
[2] Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). http://www.abda.de (zuletzt besucht am 09.07.2015).
[3] Gerdemann A, Griese-Mammen. Verträgt sich das? Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln und zwischen Medikamenten und Lebensmitteln Govi Verlag. Juni 2013.
[4] Österreichische Ärztezeitung: Arzneimittelnebenwirkungen bei Älteren, ÖÄZ 21–10.11.2010, http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2010/oeaez-21-10112010/arzneimittelnebenwirkungen-bei-aelteren-mehr-wirkung-auch-unerwuenschte.html (zuletzt besucht am 09.07.2015).
[5] Bundesministerium für Gesundheit: Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimittel Therapiesicherheit in Deutschland http://www.ap-amts.de/ (zuletzt besucht am 09.07.2015).
[6] Döbele M.: Angehörige pflegen – Ein Ratgeber für die Hauskrankenpflege. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2008.
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