Ein Service der Novartis Pharma GmbH.
Login für Fachkreise

Eine Eisenchelattherapie verlängert das Gesamtüberleben

Eine effektive Eisenchelattherapie verlängert das Überleben von Patienten mit transfusionsbedingter Eisenüberladung deutlich.

Eine Eisenchelattherapie verlängert das GesamtüberlebenMenschen, die auf regelmäßige Bluttransfusionen angewiesen sind, können eine Eisenüberladung entwickeln. Zu der Risikogruppe zählen beispielsweise Patienten mit Beta-Thalassämie und myelodysplastischen Syndromen (MDS). Eine Überladung des Körpers mit Eisen wirkt sich schädlich auf die inneren Organe und ihre Funktion aus.

Die Behandlung mit einem Eisenchelator ist daher eine sehr wichtige Therapie. Sie sollte frühzeitig eingesetzt werden, um Organschäden zu verhindern und das Überleben der Patienten zu verlängern. So ergaben beispielsweise Untersuchungen bei Beta-Thalassämie-Patienten mit transfusionsbedingter Eisenüberladung, dass sie von der einer Eisenchelattherapie profitieren. Vor Einführung der Eisenchelatoren zur Behandlung der Eisenüberladung war die Überlebenszeit von Patienten mit Beta-Thalassämie deutlich geringer als heute. [1]

Eine Lebensverlängerung durch die Eisenchelattherapie kann auch bei MDS-Patienten mit transfusionsbedingter Eisenüberladung erreicht werden. An einer der Untersuchungen zur Eisenchelattherapie aus Frankreich nahmen 97 MDS-Patienten mit wiederholten Transfusionen teil. Patienten, die eine Eisenchelattherapie erhielten, hatten im Vergleich zu den nicht-chelierten Patienten einen Gesamtüberlebensvorteil von mehr als 5 Jahren. [2]

Mittlerweile konnte in weiteren Studien mit MDS-Patienten, die wiederholt Transfusionen erhielten und mit Eisenchelatoren behandelt wurden, eine Verbesserung des Überlebens beobachtet werden. [3–6]

Konsequente Einnahme der Eisenchelatoren wichtig für Erfolg der Therapie

Ziel der Eisenchelattherapie ist es, das überschüssige und auf Dauer gewebeschädigende Eisen, das sich bei regelmäßigen Transfusionen anhäuft, aus dem Körper zu entfernen. Damit Patienten auch tatsächlich von der lebensverlängernden Behandlung mit Eisenchelatoren profitieren, ist ihre konsequente Mitarbeit unerlässlich. Viele Patienten empfinden die oftmals lange Behandlungsdauer und die aufwendige Handhabung von Medikamenten als so belastend, dass sie die Eisenchelattherapie trotz gesundheitlicher Nachteile unterbrechen oder abbrechen. Moderne Präparate sind jedoch einfach anzuwenden, denn sie können z. B. einmal täglich als Tablette eingenommen werden. Durch die zuverlässige Einnahme der Eisenchelatoren können der Eisengehalt von Blut und Gewebe gesenkt und Organschäden vermieden werden. [7]

Autor: SL
Aktualisiert durch. Dr. Ruth Wissler

Quellen:

  1. Borgna-Pignatti C et al. Survival and complications in patients with thalassemia major treated with transfusion and deferoxamine. Haematologica. 2004; 89: 1187–93.
  2. Rose C, Brechignac S, Vassilief D, et al Does iron chelation therapy improve survival in regularly transfused lower risk MDS patients? A multicenter study by the GFM. Leuk Res 2010; 34: 864–870.
  3. Neukirchen J, Fox F, Kündgen A, et al. Improved survival in MDS patients receiving iron chelation therapy – A matched pair analysis of 188 patients from the Düsseldorf MDS registry. Leukemia research 2012; 36: 1067–1070
  4. Lyons RM, et al. Comparison of 24-month outcomes in chelated and non-chelated lower-risk patients with myelodysplastic syndromes in a prospective registry. Leuk Res. 2014; 38: 149–154.
  5. Lyons RM, et al. 48-Month Update On Survival and AML Transformation In a 600-Patient Registry Of Lower-Risk MDS Patients. ASH Annual Meeting Abstracts 2013: 2775.
  6. Delforge M et al. Adequate iron chelation therapy for at least six months improves survival in transfusion-dependent patients with lower risk myelodysplastic syndromes. Leuk Res. 2014; 38: 557–563.
  7. Gattermann N. Therapie der sekundären Hämochromatose. Dt Ärztebl Int 2009; 106: 499–504.
Diese Seite teilen:

Novartis Infoservice Tel.: 01802 – 232300 * Fax: 0911 – 27312160 E-Mail:  infoservice.novartis@novartis.com Unser Infoservice bietet kompetente Beratung und zuverlässige Informationen zu medizinisch-pharmazeutischen Themen.
* Service-Telefon (0,06 € pro Anruf aus dem deutschen Festnetz; max. 0,42 € pro Minute aus dem deutschen Mobilfunknetz) und Fax – wochentags von 8.00 bis 18.00 Uhr