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Die Dosis macht das Gift – Eisenüberladung anschaulich

Wie kann man sich eine Eisenüberladung bei regelmäßigen Transfusionen vorstellen? Das Eisengranulat-Modell stellt dies anschaulich dar.

Die Dosis macht das Gift – Eisenüberladung anschaulichIn einem gesunden Körper halten sich Zufuhr von Eisen über die Nahrung und der Verlust von Eisen in etwa die Waage. Ein Eisenmangel kann ernährungsbedingt oder durch chronischen Blutverlust entstehen. Ein Eisenüberschuss kann durch eine Stoffwechselstörung bedingt sein oder sich entwickeln, wenn z. B. bei wiederholten Bluttransfusionen mit den übertragenen roten Blutkörperchen übermäßig Eisen zugeführt wird. In jeder Blutkonserve mit roten Blutkörperchen sind ca. 200–250 mg Eisen enthalten. Anders als bei vielen anderen Substanzen kann der Körper Eisen nicht aktiv ausscheiden. Wenn ein Patient regelmäßig Erythrozytenkonzentrate erhält, besteht die Gefahr einer Eisenüberladung.

Das Eisengranulat-Modell vergleicht die Eisenbelastung eines gesunden Menschen mit der Eisenbelastung nach einer und nach 10 Transfusionen:

  • 4 g Eisen befinden sich im Körper eines gesunden Menschen
  • 500 mg Eisen enthält eine Transfusion (bei einer Transfusionssitzung mit 2 Erythrozytenkonzentraten)
  • Nach durchschnittlich 10 Transfusionssitzungen befinden sich im Körper eines Patienten bereits 9 g Eisen

Das Eisen kann in inneren Organen und Knochenmark zu schweren Schäden führen. Beeinträchtigung der Leber- und Herzfunktion, Störung der Blutbildung, Zuckerkrankheit und Unterfunktion der Schilddrüse sind mögliche Folgen.

Patienten, bei denen regelmäßig Blutübertragungen durchgeführt werden müssen, sollten daher entsprechend kontrolliert und bei Bedarf behandelt werden. Hier besteht z. B. die Möglichkeit einer Therapie mit sogenannten Eisenchelatoren

Diese binden überschüssiges Eisen und ermöglichen so dem Körper, es auszuscheiden.

Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Quellen:

AWMF Leitlinien: Diagnostik und Therapie der sekundären Eisenüberladung bei Patienten mit angeborenen Anämien. http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/025-029.html (zuletzt besucht am 14.07.2015).
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