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Infografik: MDS – Was ist das eigentlich?

Unter dem Begriff MDS (myelodysplastische Syndrome) werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst. Die Infografik gibt einen Überblick über Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten bei MDS.

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MDS (Myelodysplastische Syndrome) umfassen eine Gruppe von Erkrankungen des Knochenmarks. Die Ursache der MDS ist eine gestörte Reifung von Blutzellen im Knochenmark, die unter anderem zu einem Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) führen kann.

Alle Blutzellen haben ihren Ursprung in den so genannten hämatopoetischen (blutbildenden) Stammzellen. Aus diesen Stammzellen entstehen Vorläuferzellen. Diese entwickeln sich wiederum zu

  • den roten Blutkörperchen (Erythrozyten),
  • den verschiedenen weißen Blutkörperchen (Leukozyten: Granulozyten, Monozyten, Lymphozyten) sowie
  • den Blutplättchen (Thrombozyten).

Die Entwicklung von den Vorläuferzellen bis zu den funktionstüchtigen Blutzellen erfolgt über mehrere Stufen.

Bei MDS kommt es zur Störung dieses Reifungsprozesses einer oder mehrerer Zellarten. Die jeweiligen Blutzellen werden im Übermaß produziert und gelangen in unreifem Zustand ins Blut. Da hierdurch zugleich ein Mangel an reifen, funktionstüchtigen Blutzellen entsteht, können je nach betroffener Zellart entsprechende Symptome auftreten.

So besteht bei einem Mangel an weißen Blutkörperchen eine erhöhte Infektanfälligkeit. Sind zu wenige reife Blutplättchen vorhanden, besteht erhöhte Blutungsneigung. Ein Mangel an reifen roten Blutkörperchen kann Müdigkeit, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Blässe zur Folge haben. Bei besonders ausgeprägtem Mangel an roten Blutkörperchen können Bluttransfusionen nötig werden.

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Autor: Dr. Ruth Wissler

Quellen:

Ulrich Germing und Rainer Haas: Myelodyplastische Syndrome. Düsseldorf University Press, 2009.
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