Regelmäßige körperliche Betätigungen an der frischen Luft gehört auch bei Eisenüberladung zur gesunden Lebensführung. Wichtig ist sie gerade im Herbst und Winter, denn sie schützt vor überflüssigen Pfunden und stärkt die Abwehrkräfte. Aber die richtige Sportart in der richtigen Dosis sollte es sein.
Der Winter steht vor der Tür und mit ihm werden die Tage kürzer und kälter. Erkältungsviren und grippale Infekte haben jetzt genauso Hochkonjunktur wie das Verlangen, sich in der geheizten guten Stube schnell unter die Decke auf das Sofa zurückzuziehen. Doch nachgeben sollte man dieser Versuchung nicht. Denn gerade bei Eisenüberladung und den damit häufig verbundenen Anomalien des Blutbildes kann das Immunsystem ohnehin geschwächt sein. Wer sich jetzt zusätzlich auf die faule Haut legt, überlässt den Viren und Bakterien und auch seiner Krankheit die Oberhand.
Mit einer regelmäßigen körperlichen Betätigung an der frischen Luft, mit der Sie schon im Herbst beginnen sollten, können Sie rechtzeitig die nötigen Abwehrkräfte aufbauen und sind besser gegen Grippe und Co gewappnet. Außerdem profitieren das allgemeine körperliche Befinden und die Psyche, wenn sie sich regelmäßig im Freien betätigen. Therapiebedingte Beschwerden wie starke körperliche Abgeschlagenheit (Fatigue) können gelindert werden.
Eisenüberladung ist eine Krankheit, bei der die allgemeine Fitness und die körperliche Leistungsfähigkeit herabgesetzt sein kann. Wählen Sie deshalb unbedingt eine Sportart oder eine Betätigung aus, bei der die Belastungsintensität nicht zu hoch ist und je nach individuellem Leistungsvermögen und Gesundheitszustand gut gesteuert werden kann. Hier bieten sich zum Beispiel moderate Ausdauersportarten wie Nordic Walking oder gemütliches Schneeschuhwandern an. Beide sind für jedes Alter geeignet.
Beim Nordic Walking ermöglichen die zur Ausrüstung gehörenden Stöcke vor allem auch älteren Menschen einen sicheren Gang. Dabei kann die flexible Sportart bei Schnee oder normalen Bodenverhältnissen, allein oder in einem der zahlreichen Nordic-Walking-Vereinen betrieben werden. Doch auch schon mit regelmäßigen ausgedehnten Spaziergängen lassen sich die positiven Effekte erzielen.
Dabei tut nicht nur die Bewegung an der Luft gut. Ein Spaziergang durch den Herbst- oder weißen Winterwald ist auch eine Wohltat für die Seele. Der Schnee dämpft die Geräusche, bietet eine märchenhafte Kulisse für das Auge und lässt den Alltag weit weg erscheinen. Wo sonst könnte man besser Stress abbauen? Weniger Stress wirkt sich wiederum immer positiv auf die bestehende chronische Erkrankung aus.
Grundsätzlich gilt besonders für Patienten mit Eisenüberladung bei jeder sportlichen Betätigung: Immer auf den Körper hören und die eigenen Grenzen respektieren! Um Überlastungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, öfter mal eine Pause einzulegen. Liegt der Eisenüberladung ein Myelodysplastisches Syndrom (MDS) zugrunde, sollten Sie Verletzungen tunlichst vermeiden. Denn die Krankheit geht mit einer verstärkten Blutungsneigung einher, bei der selbst minimale Verletzungen zu starken und lang anhaltenden Blutungen führen können. Deshalb sind Sportarten mit hohem Sturz- und Verletzungsrisiko nicht zu empfehlen. Verletzungen vorbeugen können Sie auch, indem Sie besonders im Winter auf rutschfestes Schuhwerk achten und vereiste Wege meiden.