Die Zwischenauswertungen mehrerer klinischer Studien bestätigen nun die sehr gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des untersuchten Eisenchelators. Die vorläufigen Ergebnisse wurden beim Jahrestreffen der „American Society of Haematology" der Fachwelt vorgestellt.
Forscher haben in einer Studie an Patienten, die aufgrund einer Beta-Thalassämie häufig mit Bluttransfusionen behandelt werden mussten, eine Zwischenbilanz gezogen: Die Eisenwerte im Herzen und in der Leber ließen sich bei der Mehrzahl der untersuchten Patienten mit einem Eisenchelator senken. Bei 78% der Studienteilnehmer sanken die Eisenwerte im Herzen durch die Behandlung mit einem Eisenchelator, bezogen auf die Leber-Eisenwerte waren es sogar 90% der Patienten. „Der Einfluss von dem untersuchten Eisenchelator auf die Eisenwerte im Herzen ist besonders wichtig, da Eisenüberladung des Herzgewebes nach wie vor eine der Haupttodesursachen von Thalassämie major-Patienten ist", wie Dr. Farrukh Shah, ein die Studie betreuender Hämatologe, erläutert.
Eine weitere Erkrankung, die regelmäßige Bluttransfusionen erforderlich macht, ist die Sichelzell-Anämie, bei der die roten Blutkörperchen teilweise eine veränderte Form aufweisen. Ein untersuchter Eisenchelator zeigte in einer Langzeitstudie an Patienten mit Sichelzell-Anämie eine dosisabhängige Wirksamkeit und gute Verträglichkeit. Die Therapie mit dem Eisenchelator führte zu einer stetigen Abnahme des Serum-Ferritins, ein Zeichen für eine verminderte Eisenanreicherung im Körper, ohne dabei die Leber- und Nierenfunktion zu beeinträchtigen. In den bisherigen 2,7 Jahren der auf vier Jahre angelegten Studie wurden keine unerwarteten Nebenwirkungen des untersuchten Eisenchelators registriert.
Die dritte beim Jahrestreffen der „American Society of Haematology" vorgestellte Studie zeigte die Effektivität des untersuchten Eisenchelators bei der Behandlung von Patienten mit myelodysplastischem Syndrom (MDS). An der Untersuchung hatten Patienten mit einem nach dem IPSS, dem „International Prognostic Scoring System" zur Beurteilung des Risikos von MDS-Patienten, ermittelten leichten bis mittelschweren Risiko teilgenommen. Bei allen untersuchten Patienten (100%) konnte der untersuchte Eisenchelator das ungebundene, schädliche labile Plasma-Eisen (labile plasma iron, LPI) senken und das über eine Dauer von zwölf Monaten. Der untersuchte Eisenchelator bewirkte also eine dauerhafte, 24 Stunden anhaltende Senkung des freien Eisens im Blut. Auswertungen dieser Studie zum Effekt des untersuchten Eisenchelators auf die Herz- und Leberfunktion sollen folgen.